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Plateau

Lage Ein Plateau ist eine Fläche, auf der das Steigen aufhört, ohne dass etwas erreicht wäre. Das ist eine unangenehm genaue Beschreibung, weshalb niemand sie benutzt. Man sagt stattdessen: angekommen.

Beobachtung Der Boden ist eben, der Wind steht, die Aussicht ändert sich nicht mehr, wenn man weitergeht. Genau das macht ein Plateau so bewohnbar. Man kann hier zwanzig Jahre unterwegs sein, ohne je die Höhe zu wechseln, und in jedem Gespräch wahrheitsgemäß sagen, dass man in Bewegung ist. Es wird nur eine Pause genannt, und Pausen werden nicht gezählt.

Einwand Wer wissen will, wo er tatsächlich steht, braucht kein Gefühl, sondern eine Höhe. Das Gefühl sagt: weit oben. Die Zahl sagt etwas anderes und sagt es leise, ohne Vorwurf, immer dieselbe. Deshalb wird sie selten gemessen.

Aquarell einer weiten, flachen Heidelandschaft in Braun- und Ockertönen unter dunstigem Himmel; ein heller Weg zieht sich durch das Gelände, auf dem zwei winzige Gestalten stehen.
Stunde nullBlickrichtung vorwärts. Der Weg ist gut zu sehen, das ist das Beruhigende daran.
Pastell in verwaschenen Grün-, Ocker- und Blautönen: welliges Gelände mit einem hellen, sich windenden Weg, darüber ein gerader grauer Streifen.
Stunde zweiDerselbe Ausschnitt, nach ordentlichem Marsch. Die Beine sind müde, das ist der Unterschied.
Gedruckte Landschaft in Oliv- und Blautönen: zerklüftete Felshänge, dazwischen ein schmaler terrassierter Absatz mit kleinen Feldern; links im Dunst ein einzelner Felsturm.
Jahr zwanzigUnd hier ist der Absatz, auf dem inzwischen jemand Felder angelegt hat.

Ebene, ausgedehnt Steigung: keine Wer weiterwill, geht querfeldein