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Gegner

Sie

Kreidezeichnung auf getöntem Papier: eine Frau mit breitem Federhut und ein Mann sitzen einander an einem kleinen runden Tisch gegenüber, beide halten Karten in den Händen.
Beide halten die Karten dicht am Körper. Der Tisch ist so schmal, dass das nichts nützt.

Ihnen gegenüber sitzt jemand, der jeden Ihrer Züge kennt, bevor Sie ihn machen. Er zieht nie zuerst. Er antwortet immer. Und er antwortet ausgerechnet so, dass Sie recht behalten.

Es ist erstaunlich schwer, gegen jemanden zu verlieren, der genau Ihre Schwächen hat. Es ist noch schwerer, gegen ihn zu gewinnen. Meistens endet die Partie damit, dass beide Seiten das Ergebnis für gerecht halten.

Der andere

Runde Elfenbeinscheibe mit Reliefschnitzerei: unter einem gerafften Vorhang sitzt links eine Figur, rechts steht eine zweite; zwischen ihnen ein kleines Spielbrett auf einem Ständer.
Dieselbe Sitzung, in Elfenbein und seitenverkehrt aufgehängt. Auch hier zieht keiner zuerst.

Wenn Sie ihn ansehen wollen, hilft ein Blick auf die andere Seite: Dort steht dieselbe Figur, seitenverkehrt, mit demselben unzufriedenen Gesichtsausdruck und derselben Überzeugung, die schwierigere Rolle erwischt zu haben.

Sie können ihn auch einfach abschaffen. Dafür genügt es, ein Auge zu schließen und das andere offen zu lassen. Was übrig bleibt, ist ein Brett mit Figuren und niemand, dem man die Niederlage in die Schuhe schieben kann. Die meisten machen das Auge danach schnell wieder auf.

Aufgeklapptes Spielbrett: in der Mitte ein schwarz-weißes Schachmuster, darum mehrere Zierbänder aus hellen und dunklen Dreiecken und Mäandern.
Das Brett hält sich heraus. Es ist von beiden Seiten gleich gemustert und macht dazu keine Angaben.

Beide Seiten spielen mit derselben Farbe und behaupten das Gegenteil