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Zwischenpodest · siebzehn Steigungen · Handlauf rechts

Treppe

Siebzehn Stufen, jede 17,4 Zentimeter hoch, und genau deshalb funktioniert sie: weil man sie nicht ansehen muss. Der Fuß rechnet, der Kopf denkt an etwas anderes, und unten kommt beides gemeinsam an.

Die einzige Stelle, an der es schiefgeht, ist die letzte. Der Fuß hebt sich für eine achtzehnte Stufe, die es nicht gibt, und tritt in den Boden wie in ein Missverständnis. Man hat mehr erwartet. Das ist der Vorgang in Reinform.

Nach oben wird die Treppe schmaler, nach unten breiter, und in beide Richtungen behauptet sie, es gebe einen Unterschied. Es gibt einen: die Anstrengung liegt woanders. Der Ort bleibt derselbe Schacht mit demselben Handlauf, den seit Jahren niemand nachgezogen hat.

Wenn Sie es genau wissen wollen, bleiben Sie auf einer einzelnen Stufe stehen und sehen sich an, wie wenig eine Höhe von 17,4 Zentimetern hergibt. Auf halbem Weg sitzt außerdem ein Fenster im Schacht, durch das man den Hof sieht und annimmt, man sei schon fast unten.

Oder Sie machen das, was Treppenhäuser in Wahrheit befördern, nämlich gar keine Entscheidung, sondern Schwung, und lassen sich irgendwohin tragen. Bergab ist das erstaunlich leicht.

Feder und Aquarell: eine steinerne Treppe steigt durch einen groben Gewölbebogen ins Helle; unten rechts stehen zwei Gestalten dicht an der Wand.
AufwärtsDie beiden unten rechts stehen nicht zufällig da. Sie haben die erste Stufe bereits gesehen und besprechen sie.
Braune Tuschlavierung: unter einem hohen Tonnengewölbe führt eine breite Freitreppe aufwärts, an ihrem Fuß steht eine Statue auf einem Sockel, überall verteilt kleine Figuren.
ZwischenpodestJe größer die Treppe, desto kleiner die Leute darauf. Das ist keine Perspektive, das ist der Zweck der Anlage.
Fotografie einer hölzernen Treppe: das Geländer besteht aus dicht durchbrochenem, geschnitztem Blattwerk mit Zapfen auf den Pfosten; die Stufen laufen nach links aus dem Bild, ringsum ein dunkler Ausstellungsraum.
HandlaufJahre Schnitzarbeit an dem Teil, das man nur anfasst, während man an etwas anderes denkt.

Bei Gefahr Treppe benutzen. Bei Ratlosigkeit ebenfalls.