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Sie sind am Zug

Es steht genau eine Möglichkeit zur Verfügung. Sie dürfen sich beliebig lange bedenken, das Bedenken ist ausdrücklich erlaubt und wird von manchen Spielern über Jahrzehnte ausgedehnt, ohne dass jemand die Uhr anhält.

Der Zug heißt: liegen bleiben. Er ist nie schlecht, weil er nie geprüft wird. Er verliert nichts, er gewinnt nichts, und er hat den unschlagbaren Vorteil, dass die Stellung nach ihm exakt so aussieht wie davor — was viele Spieler mit Stabilität verwechseln.

Wer ihn nicht ausführen will, hat zwei anerkannte Ersatzhandlungen. Die erste ist Verschieben, eine technisch saubere Lösung mit ausgezeichneter Erfolgsbilanz. Die zweite ist der endgültige Verzicht, sauber und ehrlich, und deshalb heißt sie nie.

Danach ist wieder die Gegenseite dran, dann wieder Sie, und dann beginnt die Partie ohnehin von vorn, weil keine Stellung entstanden ist, die man hätte fortsetzen können. Das ist kein Fehler im Ablauf. Das ist der Ablauf.

Notation

  1. liegen bleiben
  2. liegen bleiben
  3. liegen bleiben
  4. liegen bleiben
  5. liegen bleiben
  6. liegen bleiben
  7. umbetten (!)
  8. liegen bleiben
  9. Fortsetzung folgt
Schwarzweißfotografie eines Schachspiels: reich geschnitzte, turmartige Figuren aus hellem Elfenbein stehen aufgebaut auf einem eingelegten dunklen Brett mit Blütenbordüre.
GrundstellungAlle Figuren stehen. Niemand hat etwas verloren. Das ist der beliebteste Zustand der ganzen Partie, und viele belassen es dabei.
Rundes Elfenbeinrelief: ein sitzender Mann und eine stehende Frau mit Haube beugen sich über ein kleines Brett auf einem Ständer, darüber ein aufgeschlagenes Zelt aus schweren Falten.
GegenseiteZwei Leute, ein Brett, ein Zelt darüber. Beide warten darauf, dass der andere anfängt.
Ein einzelner abgegriffener Würfel aus hellem Bein mit gerundeten Kanten; auf der sichtbaren Seite vier Augen als Ring-und-Punkt-Muster.
AlternativeEin Würfel würde in einem Wurf entscheiden, was Sie seit Jahren bedenken. Genau deshalb liegt er hier und wird nicht benutzt.