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Ausführungsdauer: eine Sekunde · Übungsbedarf: keiner

Man legt den König um. Das ist alles. Es gibt keine Bewegung im ganzen Spiel, die so wenig Kraft kostet und so viel bedeutet, und es gibt keine zweite, die sicher gelingt.

Deshalb wird sie auch nie geübt und trotzdem von allen beherrscht. Der Geist ist erfinderisch, wenn es darum geht, so zu bleiben, wie man ist; und die eleganteste seiner Erfindungen ist die Niederlage, die man selbst wählt, weil sie sich anfühlt wie eine Entscheidung.

Schwarzweißfotografie: zwei Gruppen hoher, reich geschnitzter heller Spielfiguren stehen an den gegenüberliegenden Rändern eines dunklen Klappbretts mit Blumenintarsien; das karierte Feld in der Mitte ist leer.
Alle Figuren am Rand, kein einziges Feld besetzt. Der Zustand, den man Ordnung nennt.

Sie hat sogar eine Form. Man legt die Figur nicht hin, man senkt sie. Man sagt nichts Bitteres. Man räumt das Brett zügig ab und wirkt dabei erleichtert. Wer das beherrscht, wird für souverän gehalten und muss nie wieder etwas riskieren. Das ist die Kunst daran.

Runde Elfenbeinschnitzerei: ein sitzender Mann und eine stehende Frau greifen unter einem seitlich geschlagenen Vorhang nach den Figuren eines kleinen Spielbretts zwischen ihnen.
Beide Hände sind noch am Brett. Kurz davor, und noch niemand hat verloren.

Danach geht man auf ein flaches Stück, wo nichts mehr ansteigt und deshalb auch nichts mehr abbrechen kann. Dort lässt es sich hervorragend sitzen. Viele bleiben.

Kohlezeichnung: ein Mann mit einem Tuch um den Kopf stützt den Kopf in die Hand und blickt zur Seite; links neben ihm hängt eine schwere Gliederkette, über ihm brennt eine flache Öllampe auf einem Sims.
Die Kette ist gezeichnet, die Haltung ist echt. Er hätte sie sich auch ohne Kette angewöhnt.

Es bleiben zwei Wege offen. Der eine führt zurück in den warmen Teil, wo der Sturm hinter einer Scheibe stattfindet. Der andere führt zum anderen Ausgang der Partie, den man sich in aller Regel unangenehmer vorstellt als das Verlieren, und zwar zu Recht.

Aufgegeben in beiderseitigem Einvernehmen