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Traum

Sie haben sich hingelegt. Das war der bequeme Weg, und Sie haben ihn genommen, obwohl daneben stand, dass er der bequeme ist.

Hier unten ist es warm. Der Sturm ist immer noch da, aber er ist jetzt weiter weg, hinter einer Scheibe, und man kann ihm zusehen, ohne nass zu werden. Das ist das Angebot. Es ist ein gutes Angebot.

Der Forscher aus dem Text hat es angenommen. Er erwacht am Strand, der Himmel verdunkelt sich, und statt loszulaufen legt er sich hin. Der Text bricht dort ab, weil danach nichts Neues mehr passiert. Es passiert wieder dasselbe.

Sie haben zwei Ausgänge. Der eine führt zurück nach oben, ins Wasser, in denselben Raum, aus dem Sie gekommen sind — das ist kein Ausgang, das ist eine Runde.

Der andere führt aus dem Traum heraus. Er ist unbequem, er ist kleiner gesetzt, und dahinter ist es hell und nüchtern und ein bisschen enttäuschend, so wie Aufwachen eben ist.

Andere haben sich vorher hingelegt. Bei allen hat es funktioniert.

Federzeichnung in einem Kreis, eingefasst von einem ockerfarbenen und einem grauen Ring: eine halb liegende Gestalt lehnt an einer geschwungenen Lehne, um sie herum schweben mehrere kleine geflügelte Kinder, eines hält eine Tafel.
Der Schlaf, in einen Kreis gefasst, damit nichts ausläuft.
Gouachemalerei: links unten liegt ein Mann in rotem Umhang schlafend am Boden, über ihm führt eine Leiter schräg in die Wolken, auf der mehrere geflügelte Gestalten auf- und absteigen; rechts ein felsiger Hang mit windzerzausten Bäumen vor einem gelb aufleuchtenden Himmel.
Man kann im Schlaf eine Leiter gestellt bekommen. Hochsteigen muss man selbst, und dazu müsste man aufstehen.
Ölbild: eine junge Frau in weißem Kleid liegt barfuß schlafend im Gras unter einer Trauerweide, neben ihrer Hand ein beschriebenes Blatt Papier; im Hintergrund Pappeln, ein heller Grabbau und eine ferne Stadt unter rosafarbenen Wolken.
Der Brief liegt neben ihr, gelesen. Damit ist der Tag erledigt.
Sehr sparsame Bleistiftzeichnung auf gelblichem Papier: angedeutet ist nur die gesenkte Linie eines Kopfes und einer Schulter, links daneben eine schraffierte Fläche; der größte Teil des Blattes bleibt leer.
Und ganz unten ist nur noch ein Umriss übrig. Der reicht.

Sich umbetten ist die einzige Handlung der ganzen Geschichte — und die einzige, die nichts verändert.