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Kein Dach · kein Grundriss · keine Nummer an der Tür

Draußen

Hier hört es auf. Kein Rahmen, keine Laibung, keine Beschilderung, keine Zuständigkeit. Die Luft ist kühler, das Licht kommt von überall, und der Boden ist nicht verlegt worden, er ist einfach da. Man kann in jede Richtung gehen. Genau das steht auf dem Prospekt.

Die erste Viertelstunde ist gut. Dann fällt auf, dass es auch hier Wände gibt — Zäune, Höhenlinien, Öffnungszeiten, das Wetter — sie stehen nur weiter auseinander, und weil man sie nicht sieht, hält man sie für Freiheit. Ein großer Raum bleibt ein Raum. Er hat nur eine bessere Presse. Das kleinste Draußen, das je gebaut wurde, ist ein Garten: ummauert, in Reihen geordnet, und trotzdem Wetter.

Graue Pinselzeichnung: eine große Eiche steht schräg auf einer sandigen Düne, davor führt ein heller Weg durch die Senke, links am Hang ein Lattenzaun, rechts Gebüsch, im Hintergrund flache Hügel unter bewölktem Himmel.
Draußen, aufgezogen auf Karton, mit einem Rand versehen und an eine Wand gehängt. Der Rand ist neu. Alles andere war schon vorher da.

Man kann in dieses Bild nicht hineingehen. Das ist der einzige Unterschied zur Landschaft selbst, und er ist kleiner, als er sein müsste.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Wort. Draußen ergibt nur Sinn, wenn es ein Drinnen gibt, auf das es sich bezieht. Dieser Ort ist also nach dem benannt, was er verlassen hat, und trägt es damit vollständig mit sich. Das ist die höflichste Art zu sagen: Sie sind nicht heraus, Sie haben umbenannt.

Der Beweis steht rechts. Ein Ort ohne Raum bräuchte keine Tür, und trotzdem ist eine da, dunkel, angelehnt, mit einem Schild darüber, auf dem Ausgang steht. Sie ist gut in Schuss. Sie wird benutzt.

Wer das nicht auf sich sitzen lassen will, geht ohne Absicht los und nimmt, was kommt — weiter, ohne zu wissen, wohin. Das ist bisher die einzige Methode, die hier je funktioniert hat, und auch sie endet in einem Zimmer.

Ausgang

Angelehnt. Zieht von selbst zu.