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Spielfeld

a1 – h8 · 64 Felder · Belegung wechselnd

Jemand hat hier vor langer Zeit Linien gezogen und ist dann gegangen. Die Linien sind geblieben. Sie sind schmal, weiß gekalkt und vollkommen unverbindlich, und trotzdem hat sie seither niemand überschritten.

Aufgeklapptes Spielbrett: ein schwarz-weiß kariertes Feld in der Mitte, umgeben von breiten Rahmen aus eingelegten Mäander-, Zickzack- und Figurenbändern in hellem und dunklem Material.
Der Aufwand steckt vollständig im Rahmen. Gespielt wird in der Mitte, und die ist das Billigste am ganzen Stück.

Das Bemerkenswerte an einem Spielfeld ist nicht, was darauf passiert. Das Bemerkenswerte ist die Fläche unmittelbar daneben: gleicher Boden, gleiches Wetter, gleiche Beschaffenheit, nur eben ohne Bedeutung. Dort steht nie jemand. Es ist der leerste Ort weit und breit.

Braune Federzeichnung mit Lavierung: eine Gruppe von Männern in weiten hellen Kitteln und hohen Spitzhüten steht auf offenem Boden vor einer langen niedrigen Mauer; vor ihnen liegen mehrere Kugeln.
Kein Strich auf dem Boden, und trotzdem steht keiner dort, wo die Kugeln liegen. Die Linie muss nicht sichtbar sein, um zu wirken.

Am Rand steht eine Begrenzung, die diesen Namen kaum verdient — kniehoch, streckenweise umgefallen. Sie hält niemanden auf. Sie erklärt nur, wo man aufhört zu spielen, und das genügt offenbar vollkommen.

Ausschnitt eines gestochenen Stadtplans: dicht schraffierte Gartenparzellen, Baumreihen und Häuserblöcke, durchzogen von wenigen breiten Straßen, mit kursiv gesetzten Ortsnamen.
Jemand hat jede dieser Grenzen einzeln gestochen. Die Leute, die sich daran halten, hat er nie getroffen.

Gegenüber wartet jemand, der genau dieselbe Beobachtung gemacht hat und genau denselben Schluss daraus gezogen hat, nämlich keinen. Sie könnten sich beide gleichzeitig umdrehen und hinausgehen. Es wäre nicht einmal verboten. Es ist nur nicht vorgesehen.

innerhalbbespielt außerhalbunbetreten Aufsichtkeine Verbotkeines